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Donnerstag, 31.März.2011

Stema will dieses Jahr 50000 Hänger bauen

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Stema will dieses Jahr 50000 Hänger bauenAuf dem Hof des Großenhainer Anhängerbauers Stema gibt es keinen Gästeparkplatz mehr. Überall stehen die Anhänger hochkant. Selbst Geschäftsführer Michael Jursch musste gestern seinen BMW umparken, damit die Stapler rangieren konnten. Gearbeitet wird derzeit dreischichtig von Sonntagabend bis Samstagnachmittag.

 

STEMA Anhänger

Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht - das Unternehmen produziert nicht auf Halde. „Nach dem strengen Winter läuft der Absatz in diesem Jahr schon sehr früh an", sagt Pressesprecherin Daniela Mätzelt. Das bedeutet, dass bereits im März 7500 Anhänger produziert werden müssen. Im vergangenen Jahr kam diese Spitze erst im Mai. Insgesamt 50000 Hänger will die Stema 2011 ausliefern. Diese Marke hatte sie mit 48500 im Vorjahr knapp verfehlt. Im Krisenjahr 2009 waren es gar nur 42000.

 

Materialpreise stark gestiegen


Zu schaffen machen der Stema aktuell nur die stark gestiegenen Materialpreise. „Allein für das, was wir im Vorjahr verbraucht haben, müssten wir jetzt eine Million Euro mehr ausgeben", sagt Michael Jursch. Um so glücklicher ist er, dass sich die Stema bei den jüngsten Preisverhandlungen durchsetzen konnte, ohne dass die Großhändler zur Konkurrenz gewechselt sind. Letztlich seien Qualität und Liefertreue ausschlaggebend gewesen, so Jursch. Die Stema habe damit ihre Position als Marktführer behauptet.

 

Langsamer als gedacht hat sich allerdings das mit großen Hoffnungen verbundene Russland-Geschäft entwickelt. Alles laufe dort sehr bürokratisch ab, so Jursch. Immerhin ist mittlerweile die „Stema ooo", eine hundertprozentige Tochter des deutschen Mutterhauses, gegründet, wobei „ooo" in etwa der deutschen GmbH entspricht. Für Mitte April ist in Moskau eine große Präsentation vor rund 100 Händlern geplant. Wie es danach weitergeht, werde man sehen.

 

Auf jeden Fall sei nicht geplant, die in Russland verkauften Anhänger auch dort zu produzieren. Bestenfalls das Anschrauben der Achsen werde man vor Ort erledigen. Und das auch nur, um beim Transport nach Russland Platz einzusparen.

 

Frühlingsfest im Trailer-Center


In den Standort Großenhain will die Stema im laufenden Jahr rund eine halbe Million Euro investieren. Schwerpunkte sind dabei eine neue Abkantpresse und der Ausbau der EDV-Sicherheit. Beides trägt dazu bei, am Standort Großenhain noch effektiver zu arbeiten. In diese Richtung zielte auch, dass 2010 sämtliche Metallbearbeitung wie Stanzen und Bohren in der Halle 7 zusammengefasst wurde. Außerdem entstand eine neue Verladerampe, dank der das Beladen der großen Lkw wesentlich leichter und schneller geht.

 

Das zu Jahresbeginn eröffnete Großenhainer Trailer-Direkt-Anhängercenter hat es auf Anhieb unter die fünf besten der deutschlandweit 120 Stema-Händler geschafft. Das sei auch dem Engagement von Katrin Reimann und Sindi Parsegla zu verdanken, die das Center nach ihrer Lehre bei der Stema übernommen haben.

 

Für den morgigen Sonnabend haben die beiden ein Frühlingsfest organisiert, auf dem die mittlerweile beachtlich breite Palette der verschiedensten Stema-Anhänger vorgestellt wird. Von 10 bis 18 Uhr können sich die Besucher alles anschauen, sich beraten lassen und an der Verlosung eines 750-Kilogramm-Kastenanhängers teilnehmen.

 

Quelle: SZ-Online; Autor: Jörg Mosch

 
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